Steigt der Zuckerspiegel im Blut, beispielsweise nach einer Mahlzeit, schütten die Inselzellen Insulin aus. Dieses Hormon fördert den Transport von Zucker aus dem Blut in die Körperzellen. Außerdem sorgt das Insulin dafür, dass die Leber und die Muskeln Zucker speichern.
Kurzfristig hält Insulin aber auch mal 30 Grad Celsius ohne Funktionsverlust aus. Bei höheren Temperaturen – also über der Körpertemperatur, in jedem Fall aber über 40 Grad Celsius – verliert Insulin seine Wirksamkeit.
Vor dem Spritzen muss der Blutzucker gemessen werden. Ist der Wert im Zielbereich, wird genau die Menge gespritzt, die man zur Abdeckung der BE benötigt. Ist der Wert deutlich über dem Zielbereich, müssen zusätzlich ein paar Einheiten Insulin addiert werden, um in den Zielbereich zu kommen (Korrektur).
Insulin ist eine anaboles Hormon. Wenn dem Körper regelmäßig zu viel Insulin zur Verfügung steht (Hyperinsulinismus), baut er Körpermasse und insbesondere Fettgewebe auf. Die Insulinmast wurde zunächst als therapeutische Maßnahme bei Kachexie eingesetzt.
Geöffnete Ampullen und Penpatronen sind etwa drei bis vier Wochen haltbar. Nach der Erfahrung von Schmidt können sie sogar meist noch nach sechs Wochen problemlos benutzt werden. Wärmeeinwirkung verkürzt die Haltbarkeit. Das aktuell verwendete Insulin sollten Sie aber nicht im Kühlschrank aufbewahren.
Wenn immer möglich Insulin im Kühlschrank bei 2–8°C aufbewahren, falls nicht möglich, an einem möglichst kühlen und dunkeln Ort. Bei Raumtemperatur (bis 25°C) aufbewahrt, muss Insulin innerhalb von 6–8 Wochen, bei Temperaturen bis 30°C innerhalb 4 Wochen aufgebraucht werden.
Viele Menschen mit Diabetes spritzen zum Essen schnell wirkendes Insulin, um die Blutzuckeranstiege nach den Mahlzeiten abzufangen. Da Insulinpräparate eine gewisse Zeit benötigen, um ihre Wirkung zu entfalten, kann es sinnvoll sein, das Insulin einige Minuten vor dem Essen zu spritzen.
Bei den kurzwirksamen Analoginsulinen wie Apidra, Humalog und NovoRapid ist in der Regel kein Spritz-Ess-Abstand nötig – man kann direkt nach der Insulininjektion mit dem Essen beginnen. Die Insulinanaloga wirken schon nach wenigen Minuten.
Als grober Anhaltspunkt gilt: Wenn Patienten viel Insulin brauchen, senkt eine Einheit eines kurz wirksamen Insulins den Blut- zucker um etwa 10 mg/dl. Bei den- jenigen, die wenig Insulin brauchen, könnte eine Einheit Insulin den Blut- zucker um 30 mg/dl abfallen lassen.
Levemir hat eine lang und gleichmäßig anhaltende Blutzucker senkende Wirkung innerhalb von 3 bis 4 Stunden nach der Injektion. Levemir stellt den basalen Insulinbedarf bis zu 24 Stunden bereit.
Die Wirkungsdauer von Insulin ist geringer als erwünscht (10-12 Stunden bei zweimal täglicher Gabe; 20 Stunden bei einmal täglicher Gabe).
Insulin glargin gehört zur Gruppe der Insuline und besitzt eine Wirkdauer von bis zu 24 Stunden.
Sein Wirkeintritt ist sehr rasch und die Wirkung hält kürzere Zeit an als bei Normalinsulin (2 - 5 Stunden). Üblicherweise sollten Sie Humalog innerhalb von 15 Minuten vor oder nach einer Mahlzeit anwenden. Ihr Arzt kann Ihnen zusammen mit Humalog ein länger wirkendes Insulin verschreiben.
Von einer Unterzuckerung oder Hypoglykämie spricht man, wenn der Blutzucker unter einen Wert von etwa 40 bis 50 mg/dl bzw. 2,22 bis 2,77 mmol/l sinkt. Eine bedenkliche Über- zuckerung (Hyperglykämie) liegt dagegen vor, wenn der Blutzucker auf etwa 300 mg/dl bzw. 16,65 mmol/l oder mehr ansteigt.
Wird NovoRapid subkutan verabreicht, tritt die Wirkung innerhalb von 10 bis 20 Minuten nach der Injektion ein. Das Wirkmaximum ist 1 bis 3 Stunden nach der Injektion erreicht. Die Wirkdauer beträgt 3 bis 5 Stunden.
Bei Typ-2-Diabetikern sind hohe Nüchternwerte nicht selten erstes Zeichen eines Insulinmangels in der Nacht bzw. eines Überwiegens des Gegenspielers des Insulins, nämlich des Glukagons; hohe Werte am Morgen sind das Ergebnis – obwohl nichts gegessen wurde.
Insulin ist ein wichtiges Hormon für den Stoffwechsel im menschlichen Körper. Es dient vor allem dazu, Traubenzucker (Glukose) aus dem Blut in die Zellen weiter zu schleusen. Dort werden die Zuckermoleküle zur Energiegewinnung benötigt.
Unter Insulinresistenz versteht man den Zustand einer verminderten Insulinwirkung am Zielorgan, z.B. in Leber, Muskel oder Fettgewebe. Insulin ist ein Hormon, dass für die Blutzuckerregulation verantwortlich ist. Die Insulinsekretion wird vor allem durch Glucose stimuliert.
Als Diabetiker handeln Sie bei einer Überzuckerung richtig, wenn Sie Ihren Blutzucker und den Azetonwert des Urins alle zwei Stunden überprüfen und gegebenenfalls Insulin spritzen. Außerdem sollten Sie viel Flüssigkeit zu sich nehmen. Bleiben die Werte trotz Insulingabe überhöht, dann droht ein diabetisches Koma.
Actrapid ist ein schnell wirkendes Humaninsulin und kann in Kombination mit intermediär oder lang wirkenden Insulinarzneimitteln angewendet werden.
Packungsgrößen
| Packungsgrößen | Menge | Preis |
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| Actrapid FlexPen 100 I.E./ml Fertigpen Injektionslösung | 5x3 Milliliter, N1 | 51,56 € |
| Actrapid FlexPen 100 I.E./ml Fertigpen Injektionslösung | 10x3 Milliliter, N2 | 89,70 € |
Protaphane ist eine Injektionssuspension, die den Wirkstoff Humaninsulin enthält. Es ist in Durchstechflaschen, Patronen (Penfill) oder Fertigpens (InnoLet bzw. FlexPen) erhältlich.